Satzung

A. Gremien der Gemeinde

Aus Gründen der Vereinfachung wird immer nur die männliche Form genannt. Es werden damit aber beide Geschlechter angesprochen.

I. Der Gemeinderat (GR)

  1. Der GR entscheidet über die laufenden Aufgaben der Gemeindearbeit.
    Der GR spricht im Namen und Auftrag der Evangelischen Studierendengemeinde.
  2. Besondere Aufgaben des GR:
    1. Wahl der Referenten, der Delegierten, des Zivildienstleistenden und der Mitarbeiter im Adolf-Schlatter-Haus (ASH) und im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (DBH).
    2. Der GR beschließt den ESG-Haushalt.
      1. Der GR kann einen Rechenschaftsbericht von den Arbeitskreisen einfordern.
      2. Der GR muss einen Finanzbericht einfordern bei Arbeitskreisen, deren Jahresumsatz 500 Euro übersteigt.
    3. Aufnahme neuer Arbeitskreise mit einfacher Mehrheit und Ausschluss bestehender Arbeitskreise mit 2/3 Mehrheit.
    4. Eine vom GR gewählte Mitarbeiter kann mit 2/3 Mehrheit des GR abgewählt werden. Der Antrag muss auf zwei aufeinander folgenden ordentlichen GR-Sitzungen behandelt werden. Bei Bewohnern von ASH oder DBH kann in diesem Zusammenhang die Kündigung ausgesprochen werden.
    5. Änderungen der Gemeindesatzung. Anträge zur Satzungsänderung müssen in der Einladung / Tagesordnung des Gemeinderats als solche kenntlich gemacht werden und dürfen nicht in den ersten beiden Gemeinderäten eines Semesters abgestimmt werden.
    6. Die 11-Uhr-Gottesdienste der Studierendengemeinde sind Gottesdienste der Stiftskirchengemeinde. Die Aufstellung des Predigtplanes obliegt dem Studierendenpfarramt Stiftskirche, das die dazu notwendigen Regelungen mit der evangelischen Stiftskirchengemeinde, der evangelischen Studierendengemeinde (ESG) und der Evangelisch-theologischen Fakultät selbständig trifft. Der GR reicht Vorschläge für die Opfer dem Hausausschuss ein.
  3. Stimmberechtigt im GR sind:
    1. Bewohner des ASH und DBH.
    2. die Hauptamtlichen
    3. je ein Vertreter der Arbeitskreise
    4. je ein Vertreter der KHG
    5. je ein Vertreter des Evangelischen Stifts
    6. a) diejenigen, die bei zwei GR-Sitzungen im Semester anwesend waren und
      b) und diejenigen, die danach zwischen zwei besuchten GR-Sitzungen nicht mehr als zweimal in Folge gefehlt haben. Für 3.1-3.6 gilt:
      In den ersten beiden ordentlichen GR-Sitzungen im Semester sind alle Anwesenden stimmberechtigt.
      Ausnahmen vom Stimmrecht kann der GR mit 2/3-Mehrheit beschließen.
      Stimmenakkumulation ist ausgeschlossen.
  4. Die GR-Sitzungen sind öffentlich. Alle Anwesenden haben Rede- und Antragsrecht.
  5. Der GR tagt im Semester 14-tägig. Die Tagesordnung soll von Mitgliedern des GR spätestens drei Tage vor der Sitzung öffentlich bekannt gegeben werden.
    Außerordentliche GR-Sitzungen sind auf Antrag von mindesten sieben stimmberechtigten GR-Mitglieder kurzfristig zulässig.
  6. Die Sitzungen des GR werden von einem Mitglied des GR geleitet.
  7. Zur Vorbereitung der GR-Sitzung trifft sich der Gesprächsleiter mit einem Vorbereitungsteam. Dieses besteht aus den Vertrauensstudierenden (vgl. B.V.) und mindestens einem der Studierendenpfarrer.
  8. Der GR ist beschlussfähig, wenn zu Beginn der Sitzung 12 Stimmberechtigte anwesend sind. Die Beschlussfähigkeit wird auf Antrag eines anwesenden Stimmberechtigten festgestellt.
    Der GR wird beschlussunfähig, wenn weniger als 10 Stimmberechtigte anwesend sind.
    Bei der Abstimmung von Anträgen zur Änderung der Gemeindesatzung müssen mindestens 15 Stimmberechtigte anwesend sein.
  9. Die Tagesordnungen und Protokolle der GR-Sitzungen sind öffentlich bekannt zu geben.
  10. Der GR gibt sich eine Geschäftsordnung

 

B. Beauftragte der Gemeinde

I. Die Referenten

  1. Der GR beruft in Absprache mit den alten Referenten die neuen Referenten.
  2. Die Referenten nehmen fortlaufende Aufgaben in der Gemeinde wahr.
  3. Der GR richtet nach den jeweiligen Erfordernissen weitere Referate ein, legt schon bestehende zusammen oder löst sie auf.
  4. Die Referenten erstatten dem GR über ihre Tätigkeit Bericht.
  5. Die Referenten sind an die Beschlüsse des GR gebunden.

 

II. Die Delegierten

  1. Der GR beruft für einzelne Anlässe Delegierte.
  2. Die Delegierten erstatten dem GR über ihre Tätigkeit Bericht.
  3. Die Delegierten sind an die Beschlüsse des GR gebunden.

 

III. Die Mitarbeiter

  1. Die zum Beginn des folgenden Semesters im ASH und im DBH frei werdenden Mitarbeiterzimmer werden vom GR in einem Wahlverfahren vergeben.
  2. Die Mitarbeiter sind an die Beschlüsse des GR gebunden.

 

IV. Die Studierendenpfarrer

  1. Die Evangelische Studierendengemeinde arbeitet mit den Studierendenpfarrern zusammen.
  2. Das Stimmrecht der Studierendenpfarrer im GR richtet sich nach A.I.3.1.
  3. Der GR wirkt bei der Wahl der Studierendenpfarrer mit.

 

V. Die Vertrauensstudierenden

  1. Wahl der Vertrauensstudierenden
    Die Wahl erfolgt in der ersten Sitzung des Semesters für das jeweilige Semester. Jede der vier WG der ESG (WHO, ASH 1.-3. Stock) nominiert ihren Vertrauensstudierenden. Die vorgeschlagenen Kandidaten stellen sich dann dem GR zur Wahl. Wird einer der Kandidaten abgelehnt, so ist von der entsprechenden WG ein neuer zu bestimmen. Nominiert eine WG aus besonderen Gründen keinen Kandidaten, so kann ein beliebiger Mitbewohner der ESG vom GR gewählt werden. Darüber hinaus kann der GR einen zusätzlichen 5. Vertrauensstudierenden, der nicht Mitbewohner sein muss, wählen.
  2. Treffen
    Die Vertrauensstudierenden treffen sich regelmäßig. Die Inhaber beider Pfarrstellen sind eingeladen. Sie können das Gremium bei Bedarf einberufen. In Abstimmungen verfügen alle gewählten Vertrauensstudierenden über eine Stimme, die Hauptamtlichen über eine gemeinsame Stimme. Beschlussfähigkeit des Gremiums besteht ab vier anwesenden Stimmberechtigten (inklusive Stimme der Studierendenpfarrer).
  3. Aufgaben
    Die Vertrauensstudierenden vertreten die ESG gemeinsam nach außen, es sei denn, vom GR ist ein anderes Mitglied beauftragt. Sie bereiten den GR vor, insbesondere stellen sie die Tagesordnung auf und besprechen diese mit dem jeweiligen Leiter.
    In eiligen Angelegenheiten in der vorlesungsfreien Zeit können die Vertrauensstudierenden einen Jour fixe einberufen, bei dem die Beschlussfähigkeit nicht an eine Mindestteilnehmerzahl gebunden ist. In dringenden Angelegenheiten zwischen zwei GR-Sitzungen während des Semesters können die Vertrauensstudierenden Beschlüsse in Vertretung des GR fassen. Bei beiden Verfahren muss der GR in der nächsten Sitzung über die Beschlüsse informiert werden.

 

C. Arbeitskreise (AK) der Gemeinde

I. Grundsätze

  1. Arbeitskreise sind selbständige Gruppen innerhalb der ESG, die sich mit den Grundsätzen der ESG identifizieren. Von den AK wird erwartet, dass sie sich an den Vorhaben der ESG beteiligen.
  2. Auf Antrag im GR kann eine Gruppe ein AK der ESG Tübingen werden oder ein bestehender AK ausgeschlossen werden (vgl. A.I.2.3.).

 

II. AK und GR der ESG

  1. Ein Vertreter eines AK ist grundsätzlich im GR stimmberechtigt.
  2. Die Teilnahme mindestens eines Mitgliedes eines AK bei der besonderen Einladung zu einem öffentlichen GR wird erwartet.
  3. Die AK benennen mindestens eine Kontaktperson für den ESG-GR bzw. für das ESG-Büro.
  4. Die AK verwalten ihre Finanzen selbständig.
    1. Auf Verlangen des GR müssen die AK dem GR einen Rechenschaftsbericht vorlegen.
    2. AK mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 € müssen dem GR einen Finanzbericht vorlegen.
  5. Jeder AK berichtet regelmäßig im GR über seine Arbeit.

 

D. Schlussbestimmungen

  1. Die Gemeindesatzung kann nur mit 2/3-Mehrheit im GR geändert werden, wenn die Satzungsänderung vorher in der TO angekündigt wurde.
  2. Im GR vom 14.01.2008 wurde mit 2/3 Mehrheit beschlossen, den Namen der Gemeinde in Evangelische Studierendengemeinde (ESG) zu ändern.
  3. Die Gemeindesatzung tritt am 14.01.2008 in Kraft.