Stressbewältigung
Bloß kein Stress: Achtsamkeit im Studium
Es gibt viele Gründe, gestresst zu sein: Prüfungsangst, Schreibblockade, Glaubenskrise, Liebeskummer, Ärger mit den Eltern oder in der WG.
Und es gibt viele Gründe, mit unvermeidlichem Stress gut umzugehen: Lebensqualität, Gesundheit, Gelassenheit, Klarheit im Kopf, Zufriedenheit.
Der Weg dorthin geht über die Achtsamkeit.
Die evangelische Studierendengemeinde (ESG) und das Hochschulpfarramt laden im Sommersemester 2012 zu einem Kurs ein mit praktischen Übungen, Erfahrungsaustausch und kompetenter Leitung.
Nähere Informationen sind weiter unten auf dieser Seite zu finden.
- Anmeldung: bitte bis Montag, 23.4.12 im Sekretariat: stadtmitte@esg-tuebingen.de oder seibt@esg-tuebingen.de
- Zielgruppe: Studierende und alle, die bewusster leben wollen
- Termine: Montag, 23.4.; Dienstag, 1.5.; Dienstag, 8.5.; Dienstag, 22.5.; Dienstag, 12.6.: Dienstag, 19.6.; Dienstag, 3.7.; 10.7.: achte Woche – jeweils 20.15 – 21.30 Uhr
- Ort: Andachtsraum des Schlatterhauses, Österbergstr. 2
- Information, Leitung und Kontakt: Pfarrer Michael Seibt, Tel. 07071-856623; seibt@esg-tuebingen.de
Allgemeine Informationen:
- Achtsamkeit ist ein Prozess, bei dem die Aufmerksamkeit nicht-wertend auf den gegenwärtigen Augenblick gerichtet wird. Sie nimmt wahr, was ist, und nicht, was sein soll. Das heißt: sie ist einerseits nüchtern, realistisch, desillusionierend, andererseits annehmend, integrierend und liebevoll.
- Durch Achtsamkeit entsteht ein innerer Raum der Freiheit, der uns erlaubt, uns selbst, anderen Menschen und Gott neu zu begegnen. Eine bestimmte religiöse Einstellung ist weder hinderlich noch erforderlich, um an diesem Angebot teilzunehmen.
- Die Teilnahme unterstützt beim Bemühen, die eigene seelische, körperliche und geistige Gesundheit zu fördern und zu erhalten und ein intensives, gelassenes und konzentriertes Leben zu führen.
- Es handelt sich um einen Kurs, in dem wir praktische Übungen kennenlernen und uns über unsere Erfahrungen austauschen. Es ist wichtig, die Übungen während der Kursdauer in den eigenen Alltag zu integrieren.
- Der Kurs verteilt sich über acht Wochen (terminbedingt mit unterschiedlichen Abständen). Die Gruppe lässt sich auf einen gemeinsamen Prozeß ein, daher ist eine verbindliche Anmeldung und Teilnahme nötig. Sollte es einmal nicht möglich sein, einen Termin wahrzunehmen, bitten wir, das kurz mitzuteilen.
Inhalt und Ablauf:
- in der ersten Woche laden wir dazu ein, dem inneren Autopiloten bei der Arbeit zuzuschauen und herauszufinden, was passiert, wenn man “aufwacht”. Im Mittelpunkt dieser Woche steht die Achtsamkeitsmeditation auf den Atem und den Körper. Eine weitere kurze Meditation hilft, durch achtsames Essen mit den eigenen Sinnen in Kontakt zu kommen.
- in der zweiten Woche erkunden wir mit einer einfachen “Body-Scan-Meditation”, welchen Unterschied es macht, ob man über eine Empfindung bloß nachdenkt oder sie tatsächlich erfährt. Wir konzentrieren uns auf die Empfindungen des Körpers ohne sie zu bewerten oder zu analysieren. Wir lernen, zwischen dem “denkenden” und dem “fühlenden” Geist zu unterscheiden.
- die dritte Woche baut mit einfachen, dem Yoga entlehnten Bewegungsübungen auf dem bisher Gelernten auf. Auch wenn die Bewegungen selbst nicht schwierig auszuführen sind, erlauben sie, die geistigen und körperlichen Grenzen deutlicher wahrzunehmen und zu sehen, wie man auf deren Erreichen reagiert.
- in der vierten Woche führen wir uns mit der Meditation “Geräusche und Gedanken” vor Augen, wie wir unmerklich in exzessives Denken hineingezogen werden. Wir lernen, unsere Gedanken als mentale Ereignisse zu betrachten, die wie Geräusche kommen und gehen. Auf diese Weise lernen wir, unsere Gedanken von letzten Wahrheiten zu unterscheiden und eine bewegliche Sicht auf die Sorgen des Alltags zu pflegen.
- in der fünften Woche lernen wir die Meditation “Schwierigkeiten erforschen” kennen, mit deren Hilfe wir uns immer wieder einmal auftauchenden Problemen stellen können, statt ihnen auszuweichen.
- in der sechsten Woche wird dieser Prozess vertieft. Wir erforschen, wie negative Denkweisen sich in dem Maß auflösen, wir wir “Freundschaft schließen” und im Alltag eine Haltung der Offenheit, des liebevollen Wohlwollens und des Mitgefühls mit sich selbst und anderen kultivieren.
- in der siebten Woche wird der Zusammenhang zwischen unseren alltäglichen Gewohnheiten, Aktivitäten, Verhaltensweisen und Stimmungen erforscht. Sind wir gestresst und erschöpft, geben wir oft die Dinge auf, die uns “nähren”, um Zeit für “Dringenderes” und “Wichtigeres” zu schaffen. Wir konzentrieren uns darauf, mit Hilfe der Meditation zu klügeren Entscheidungen zu finden und zunehmend mehr von dem zu tun, was uns nährt und aufbaut.
- die achte Woche will dabei unterstützen, Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren und sie dort zu nutzen, wo man sie am dringendsten benötigt.
Stille Stunde
Wir laden ein zum Innehalten. Diese Stunde am späten Sonntagnachmittag soll der Achtsamkeit gewidmet sein. In geführten Meditationen gibt es Anleitungen zur Achtsamkeit auf den Atem, Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle. Wir sitzen zwei mal 20 Minuten in der Stille. Dazwischen gibt es eine Gehmeditation. Am Anfang der zweiten Sitzrunde steht ein spiritueller Impuls, ein Text oder ein Gedicht.
- Termin: jeden Sonntag, 17 – 18 Uhr
- Ort: Schlatterhaus, Andachtsraum
- Kontakt: Michael Seibt, Hochschulpfarrer, Tel. 07071-23097 oder 856623, seibt@esg-tuebingen.de
- Das Angebot steht allen Interessierten offen, keine Anmeldung, bitte auf bequeme Kleidung achten.